Tuina - Massage

  
  TUINA ist eine der ältesten komplexen manuellen Therapien und wichtiger Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin.

 

 

Erstmals erwähnt werden manuelle Therapieformen im HUANG DI NEI JING (der Innere Klassiker des Gelben Kaisers). Das Werk entstand in den zwei vorchristlichen Jahrhunderten.

Tuina ist der chinesische Begriff für manuelle Behandlung. „Tui“ bedeutet schieben oder drücken und „na“ greifen und ziehen. Das wichtigste Werkzeug des Tuina-Therapeuten sind seine Hände. 

Die Therapiestrategie hat ein ganzheitliches Ziel – ins Gleichgewicht kommen.

 

Sie setzt nicht bei lokalen Beschwerden an, sondern bezieht den gesamten Körper sowie das Gesamtsystem des Menschen in seiner Umwelt und die Natureinflüsse mit ein. Durch die verschiedenen manuellen Techniken wird die Lebensenergie Qi lokal, wie auch in den Meridianen reguliert. Die fließende Energie wird als Qi bezeichnet. Solange diese ungehindert fließen kann, befindet sich der Mensch im Gleichgewicht.

 

Mit Tuina sollen Blockaden der Energiebahnen aufgelöst und der Energiefluss gefördert, aber auch Organe beeinflusst werden. Durch diese Stimulation und Regulation wird das Yin und Yang des Körpers und der Funktionskreis der 5 Elemente (chinesisches Organsystem) wieder hergestellt. 

Unter dem heutigen Begriff Tuina werden Schiebe- und Reibe-, sowie ziehende Techniken verstanden, die sowohl Akupressur als auch Variationen der Druckbehandlungen der Energiepunkte (mit den Fingern, der Faust, dem Ellenbogen und dem Knie), manuelle Energiebahnregulationen ( Rollen, Schieben, Greifen, Ziehen, Reiben und Klopfen), sowie Mobilisations- und Dehntechniken der Gelenke und Muskeln enthalten. Das System schließt Selbstbehandlungsverfahren, z.B. isometrische Anspannungsübungen, ein.

 

 

Es wird meist auf den Meridianen gearbeitet, den von außen her zugänglichen Energiebahnen des Körpers. Dabei bewirkt man Veränderungen im Energiefluss. So lassen sich muskuläre Spannungen lösen und die Selbstheilungskräfte aktivieren.

Die Auswahl der Behandlung beruht letztendlich darauf, Yin und Yang, Fülle und Leere auszugleichen. Das Vorgehen des Therapeuten und die Auswahl der bestimmten Punkte beruht auf dieser Vorstellung. Zu den überlieferten Prinzipien gehört auch bei der Wahl der Therapieintensität Alter, Geschlecht und die Jahreszeiten zu berücksichtigen.

 

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